Gemeindeverwaltung Ralbitz-Rosenthal
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Gmejna Ralbicy - Róžant

Am Marienbrunnen 8
01920 Ralbitz-Rosenthal

Kontakt:

Telefon:
035796 96832
Telefax:
035796 96833
E-Mail:
gemeinde@ralbitz-rosenthal.de

 

Sprechzeiten in Rosenthal:

Di. 14:00 - 18:00 Uhr

Do. 14:00 - 18:00 Uhr

Sprechzeiten Bürgermeister:

Do. 15:00 - 18:00 Uhr

nach Vereinbarung

Terminvereinbarung

Die Verwaltung der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal wird in den einzelnen Fachämtern durch den Verwaltungsverband „Am Klosterwasser“ organisiert.

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Elektronisches Amtsblatt

Amtliche Bekanntmachungen des Verwaltungsverbandes „Am Klosterwasser“ werden im elektronischen Amtsblatt veröffentlicht.

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Bräuche

Rituale in unserer sorbischen Umgebung

C

Christi Himmelfahrt

Wie in anderen Gegenden ist auch dieser Tag bei uns ein kirchlicher Feiertag. Von vielen Männern wird dieser Tag für ihre Männerausflüge genutzt. Mit Fahrrad, mit Pferd und Kutsche fahren Männer und Jugendliche, meist in kleineren Gruppen, durch die Ortschaften. Immer mehr Familien nutzen diesen Tag und gehen am Tage Christi Himmelfahrt in die Natur zu einem Spaziergang.

F

Fronleichnam

Zu verschiedenen kirchlichen Anlässen, wie Erstkommunion und Prozessionen zum Wallfahrtsort Rosenthal, wird von sorbischen Mädchen ihre Brautjungferntracht, die der Druschka, getragen. Besonders beeindruckend ist dies zu Fronleichnam. Fast alle Gemeindemitglieder beteiligen sich an der Eucharistiefeier in der Pfarrkirche Ralbitz und an der anschließenden Prozession durch das Dorf. Die Trachten der jungen Mädchen verleihen dem Fronleichnamsgottesdienst und dem langen Zug durch den Ort ein feierliches Gepräge.

H

Hexenbrennen

Vor dem Hexenbrennen wird am 30. April von Jugendlichen und verheirateten Männern in den einzelnen Orten der Gemeinde ein Maibaum, geschmückt mit frischem Grün und bunten Bändern im Wipfel, aufgestellt. Es ist ein uraltes Ritual, welches die Gesundheit und Fruchtbarkeit des frischen Grüns auf das Volk übertragen sollte. Der aufgestellte Maibaum wird von den Männern und Jugendlichen in der ersten Nacht bewacht, denn jedes Jahr wird erneut versucht, den Baum unbemerkt zu fällen. Mancherorts gelang es bereits. Leider gab es ab und zu schon handfeste Auseinandersetzungen bei der Verteidigung des Maibaumes.

K

Kirmes

Die Kirmes war seit Jahrhunderten ein wichtiges Jahresfest der sorbischen Bauern. Nach der eingebrachten Ernte wurden Verwandte und Bekannte zu einem Festmahl eingeladen. In unserer Zeit hat die Anzahl der Bauern abgenommen, die Kirmes ist aber geblieben. Am Vormittag findet ein Gottesdienst statt, in dem Gott für die reiche Ernte gedankt wird. Viele Einwohner laden sich für den Sonntagnachmittag Gäste ein, um mit ihnen die Kirmes zu feiern. Am Abend findet der Kirmestanz statt. Alljährlich kommen Sollschwitzer Jugendliche zur Kirmeszeit nach Rosenthal „Kuchen singen". Eine Sitte, bei der für die abendliche Feier Dinge wie Kuchen, Wurst und Wein ersungen werden. Diese Sitte beruht auf Gegenseitigkeit. Auch die Rosenthaler Jugendlichen kommen zur Sollschwitzer Kirmes „Kuchen singen".

M

Maibaumaufstellen

Vor dem Hexenbrennen wird am 30. April von Jugendlichen und verheirateten Männern in den einzelnen Orten der Gemeinde ein Maibaum, geschmückt mit frischem Grün und bunten Bändern im Wipfel, aufgestellt. Es ist ein uraltes Ritual, welches die Gesundheit und Fruchtbarkeit des frischen Grüns auf das Volk übertragen sollte. Der aufgestellte Maibaum wird von den Männern und Jugendlichen in der ersten Nacht bewacht, denn jedes Jahr wird erneut versucht, den Baum unbemerkt zu fällen. Mancherorts gelang es bereits. Leider gab es ab und zu schon handfeste Auseinandersetzungen bei der Verteidigung des Maibaumes.

Maibaumwerfen

Etwa Mitte bis Ende Mai findet das Maibaumwerfen statt. Bei dieser Veranstaltung wird der Baum ausgegraben und zu Fall gebracht. Die jugendlichen Männer rennen zum Wipfel. Wer ihn als erster erreicht, wird zum Maikönig gekürt. Der Maikönig kann sich aus den anwesenden Mädchen seine Königin auswählen. Das Königspaar schreitet im feierlichen Zuge durch das Dorf. Im Anschluß an den Umzug tritt in verschiedenen Orten eine Volkstanzgruppe auf. Bereits die Kinder in Kindergärten und Schulen feiern alljährlich ihr Maibaumwerfen.

O

Osterreiten

Ostern in der katholischen Oberlausitz muß man erlebt haben. Man hat den Eindruck, daß Ostern hier das ganze Volk erfaßt hat. Das freudige Halleluja erklingt nicht nur beim Gottesdienst in der Kirche, sondern wird von kräftigen Männerstimmen hoch zu Roß von Ort zu Ort getragen und in aller Öffentlichkeit gesungen. Die heidnischen Vorfahren kannten das Ritual des Frühlingsumganges - zu Fuß oder zu Pferd. Nach der Christianisierung behielt man die Sitte bei und erhob sie zur christlichen Prozession, mit der die Osterbotschaft der Auferstehung Christi in der benachbarten Pfarrgemeinde verkündet wurde. Früher waren es nur Bauern, ihre Söhne und Knechte, die Ostern auf dem Rücken der Pferde verbrachten. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Zusammensetzung der katholischen Teilnehmer dahingehend gewandelt, daß alle Berufe vertreten sind. Trotz großer finanzieller Belastung der Reiter für Pferd, Zaumzeug und festliche Kleidung, hat sich die Teilnehmerzahl in den letzten Jahren ständig vergrößert. Mehr als 1500 Reiter sind alljährlich am Ostersonntag in neun Prozessionen in der katholischen Lausitz unterwegs.

P

Pfingstmontag

Seit 1680 finden viermal im Jahr sorbische Wallfahrten nach Rosenthal statt: am Osterdienstag Dankgottesdienst der Osterreiter, Pfingstmontag, zu Mariä Heimsuchung (2. Juli) und Mariä Geburt (8. September). Die Hauptwallfahrt am Pfingstmontag findet vormittags statt. Fast unscheinbar und ganz schlicht steht über dem Altar in der Wallfahrtskirche die aus Lindenholz geschnitzte Gnadenstatue der Mutter Gottes.

S

St. Martin

Die katholischen Kinder gehen an diesem Tage (11. November) von Haus zu Haus und fragen, ob der heilige Martin etwas für sie dagelassen habe.

V

Vogelhochzeit

Am 25. Januar stellen die Kinder Teller ans Fenster oder ins Freie, in der Hoffnung, dass die Vögel, die angeblich Hochzeit halten, etwas von ihrer Festtafel überbringen. Die Teller werden dann mit Süßigkeiten und aus Teig gebackenen Vögeln gefüllt. Vor allem in Kindergärten wird dieser Brauch mit Begeisterung gepflegt. Die Kinder gestalten eine eigene Vogelhochzeit. Stolz und zur Freude der Erwachsenen zieht dann die geschmückte Hochzeitsgesellschaft durch das Dorf.

Z

Zampern

Das Zampern - das Erbitten von Gaben zur Ausgestaltung der Fastnachtsfeier - ist eine alther überlieferte Sitte der Lausitz. Neben den Kindern, die für sich selbst sammeln, sind vor allem die Frauen des "Vergißmeinnicht"-Frauenvereines Cunnewitz / Schönau kostümiert unterwegs, um für die Kinderfastnacht Gaben zu sammeln.